Christian Börsing

Composer & Media Artist

Vita

Christian Börsing wurde 1975 in Bielefeld geboren und wuchs in Porta Westfalica auf. Seit 1995 lebt er im Ruhrgebiet. Er studierte Komposition an der Folkwang Universität Essen und absolvierte das Hauptfach Elektronische Komposition am dortigen Institut für Computermusik und Elektronische Medien (ICEM) bei Prof. Dirk Reith. Parallel studierte er Orgel als zweites künstlerisches Hauptfach bei Prof. Roland Maria Stangier. Seit 1996 ist er nebenamtlicher Organist der evangelischen Kirche in Essen Kray. Nach den künstlerischen Abschlüssen im Jahr 2000 und 2001 war er als Mediendesigner in Bremen tätig. Zeitgleich nahm er ein Promotionsstudium in Musikwissenschaft an der Folkwang Universität Essen bei Prof. Dr. Horst Weber auf. Unter seiner Leitung war Börsing ab 2003 am DFG-Publikationssprojekt »Musik in der Emigration« beteiligt. Anschließend war er bis 2006 Wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-Forschungsprojekt »Musiktheorie der Wiener Moderne«. 2007 gründete er ein Unternehmen für Medienproduktion mit dem Schwerpunkt AV-Mediendesign und Musikproduktion. Von 2007-2008 war er außerdem Lehrer für Musik, Darstellen & Gestalten und Gesellschaftslehre an der Gesamtschule Holsterhausen in Essen. Im Anschluss daran lehrte er bis 2012 an der Mediadesign Hochschule Düsseldorf in den Fachbereichen Mediadesign sowie Medien- und Kommunikationsmanagement sowie Game Design. 2009 wurde Börsing zum Professor für Mediadesign ernannt. Wohnhaft in Bochum, arbeitet er seit 2013 freischaffend als Komponist, Musiker, Medienkünstler und Dozent. 2014 war Börsing Initiator und Leiter der TV-Redaktion “Steele TV” in Essen. Im selben Jahr wurde er Akademischer Leiter der aus Landesmitteln geförderten TV-Lehrredaktion der Bildungswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen. Ebendort ist er seit 2016 Honorarprofessor am Institut für Pädagogik. Seit 2016 ist er zudem Lehrbeauftragter an der Folkwang Universität der Künste in Essen und leitet dort die TV Lehr- und Lernredaktion “FLUX”.
Zu Börsings Schwerpunkten in der Lehre zählen Sound Design, Medienkomposition, AV und TV-Produktion, Video Editing, Medienkomposition sowie Medientheorie und Kulturwissenschaften. Neben zahlreichen Lehrveranstaltungen an diversen Hochschulen und Bildungseinrichtungen hielt Börsing Gastvorträge u.a. an der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, der Westfälischen Universität Münster sowie der Folkwang Universität Essen. Als Autor von Fachartikeln war Börsing an verschiedenen Publikationen aus den Bereichen Musik, Neue Medien, Medienpädagogik und Kulturwissenschaft beteiligt.

In Börsings kompositorischem Schaffen steht die elektronische Klangerzeugung und -transformation im Mittelpunkt. Sein musikalisches Oeuvre umfasst u.a. Werke für Tonträger, interaktive Kompositionsprogramme, Klanginstallationen, Sound Performances, Improvisationskonzerte und Popmusik-Produktionen. Gleichwohl wendet er sich auch eher traditionellen Besetzungen zu, so in Werken für diverse Soloinstrumente, Ensembles oder Chor, die in der Vergangenheit durch verschiedene Interpreten zur Aufführung gelangten. Die Einbettung elektroakustischer Komponenten sowie die Erweiterung der instrumentalen Spieltechniken finden in Börsings Werken  häufige Anwendung.
Als Klang- und Videokünstler gilt Börsings Interesse insbesondere der Generierung audiovisueller Räume mit Hilfe algorithmischer Prozesstechniken unter gleichzeitiger Verwendung improvisatorischer und stochastischer Elemente. Seine Installationen, audiovisuellen Performances und Videoproduktionen wurden als Auftragsarbeiten in verschiedenen Städten im Rahmen  von  Kulturveranstaltungen, Festivals und Ausstellungen aufgeführt – so in jüngerer Vergangenheit in Essen (Steelevision, 2015), Leipzig (Dreams of Megalomma, 2013), Herford (Mind Maps, 2012) und Augsburg (Goals in the Machine, 2011).
Im November 2017 wird seine Sound und Video Installation Places of Green als Auftragswerk der Stadt Essen im Rahmen von “Essen – Grüne Hauptstadt Europas” uraufgeführt.

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Ausführlicher tabellarischer Lebenslauf:
Vita Börsing.pdf